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Die Zeit war viel zu schnell vergangen. Zum dritten Mal musste ich Abschied von meiner Liebsten nehmen und wieder zurück in meine Heimat reisen. Schon als wir auf die Straßenbahn warteten konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten...das Gefühl als würde ein Fels auf dem Magen liegen wurde immer stärker. Minuten verstrichen in denen die Straßenbahn nicht kam, und ich hatte schon die Hoffnung sie kommt überhaupt nicht wodurch ich meinen Flug verpassen würde. Doch letztendlich kam sie. Auf dem Hauptbahnhof musste dann endgültig Abschied genommen werden. Schweren Herzens stieg ich in den Zug der mich von ihr trennen würde. Ein letztes Mal drehte ich mich um, gerade rechtzeitig um ihren blonden Haarschopf auf dem Weg zurück in die leere Wohnung verschwinden zu sehen.

Es bricht mir auch jetzt noch das Herz daran zu denken, auch wenn das alles mittlerweile schon eine Woche her ist. Sie würde bald wieder zu Hause sein, ich allerdings hatte noch einen langen Weg vor mir...und damit viel Zeit nachzudenken. Der einzige Trost den ich hatte war die Tatsache im Zug nicht am Gang zu sitzen. Ich sah aus dem Fenster und wartete darauf dass mein Geist sich im  draußen liegenden Schnee verlor wärend der ICE durch die weiße Winterlandschaft dahinglitt.

Nach dem Aussteigen am Flughafen war es schon etwas leichter...etwas zu tun hatte die angenehme Eigenschaft mich nicht daran denken zu lassen dass ich wieder nach Hause fahre. Das ging auch ganz gut...zumindest bis zum Boarding. Die Person in der Schlange hinter mir musste nämlich noch eine letzte Zigarette rauchen bevor sie ins Flugzeug stieg...und es war die gleiche Marke die auch meine Freundin rauchte...willkommen zurück, du Fels der mir den Magen zusammendrückt...ich kann nicht sagen dass ich dich vermisst habe. Aber nun gab es ohnehin kein zurück mehr, was getan werden musste, musste getan werden. Doch die letzte Hürde stand noch bevor.

Zu Hause angekommen wurde ich mir meiner Einsamkeit erst wieder so richtig bewusst. Und diesmal gab ich den Tränen nach, keiner konnte mich sehen, keiner versah mich mit einem merkwürdigen Blick, ich konnte meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Das Heulen und Zittern nahm zum Glück schon am nächsten Tag wieder ab, doch meinen Reisekoffer öffnete ich erst Tage darauf. Ich hätte es nicht verkraftet noch am gleichen Tag meine Kleidung zu waschen, wohl wissend dass ihr Geruch überall war, kaum dass ich ihn öffnen würde...

Als ich das erste Mal von ihr gehen musste, dachte ich mir noch, dass es mit der Zeit leichter werden würde. Wie ich mich doch geirrt habe... Ich will auch in Zukunft immer wieder zu ihr fahren, aber je öfter ich mich wieder von ihr trennen muss, desto mehr zerbreche ich daran...

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